Dienstag, 2. Oktober 2012

[Rezension] Das Buch ohne Namen von Anonymus

Genre: Thriller
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 448

















Zum Buch:
Zwei Mönche suchen nach einem Stein, der unglaublich viel Macht besitzt. Genauso wie mehrere Auftragskiller, die den ebenfalls nach dem Stein suchen. Als dann auch noch der Serienkiller Bourbon Kid in der Stadt auftaucht, beginnt die Morde von Neuem.

Meine Meinung:
Dieser Roman ist so ungewöhnlich und anders, dass ich gar nicht genau weiß, wie man ihn bewerten soll.
Zum einen gibt es unglaublich viel Gewalt und damit eben auch viel Blut, was das Buch zu einer sehr guten Horrorfilmvorlage werden lassen könnte.
Man darf von der Handlung nichts großartiges erwarten. Es gibt zwar ein paar interessante und auch überraschende Wendungen, aber insgesamt macht die Faszination der Buches nicht die Handlung aus, sondern der Schreibstil.
Doch so subtil sich das auch anhört - es ist einfach irgendwie gut. Der Autor weiß, wie man Spannung aufbaut und ich muss sagen, dass ich an keiner Stelle den Wunsch hatte, das Buch aus der Hand zu legen, obwohl ich sonst Thriller nicht so gern mag.
Ich glaube, dass Besondere ist, dass man etwas Besonderes erwartet. Es gibt so viele Charaktere und unterschiedliche Handlungstränge, dass man in jedem Moment denkt, jetzt kommt gleich der große Knall, der alles aufklärt.
Nun ja, einen Knall gab es schon, doch ob das jedem als Erklärung reicht, muss man schon selbst entscheiden. Ich fand es für diesen Roman einfach nur passend.
Ab und an glaubt man, dass der Autor sich einen Scherz erlauben will, so unglaubwürdig und unpassend sind manche Dinge in diesem Buch. Kämpfende Mönche, einen Serienkiller, mehrere Auftragskiller, Vampire, Werwölfe - muss ich noch mehr sagen?
Am besten an diesem Buch hat mir der Schreibstil gefallen. Obwohl alles grausam und düster ist, schafft es der Autor durch wirklich intelligente Bemerkungen mit viel schwarzem Humor, die Geschichte nicht zu sehr ins deprimierende abrutschen zu lassen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass eine eigentlich unglaubwürdige und überspritzte Handlung durch den genialen Schreibstil so interessant wird, dass man gar nicht merkt, wie die Seiten an einem vorbei fliegen.

Fazit: Ein faszinierendes Buch, dass durch den genialen Schreibstil über die etwas merkwürdige Handlung hinwegsehen lässt.

Sonntag, 30. September 2012

[Neuzugang] Die Geisterfeger von Wendy Roberts

Zum Buch:
Über ihren Job redet Sadie Novak nicht gern. Was soll sie auch sagen? Nach einem Mord bin ich diejenige, die das Blut aufwischt? Ach ja, und dann erscheinen mir die Geister der Opfer? Das klingt verrückt, findet selbst ihr Kollege, der attraktive Ex-Cop Zack Bowman. Aber es ist nun einmal so: Die Toten sprechen zu Sadie. Doch als ihr der Geist der ermordeten Trudy erscheint, weiß sie, dass es diesmal mit Zuhören nicht getan ist. Der wahre Mörder ist nämlich noch nicht gefunden und setzt alles daran, dass das auch so bleibt …

Ich habe schon mal kurz reingeblättert und die ersten Seiten haben mir gut gefallen. Sadie wirkt ziemlich sympathisch und auch die Idee ist mal etwas Neues.

Donnerstag, 27. September 2012

[Rezension] Die Stadt der Diebe von David Benioff

Genre: Freundschaft, Krieg
Verlag: Heyne Verlag
Seiten: 384

















Zum Buch:
Leningrad 1942: Während der Hungersnot erhalten die beiden jungen Männer Lew und Kolja den Auftrag, 12 Eier für die Hochzeitstorte der Tochter des Oberst zu finden, sonst werden sie erschossen. Eine unglaubliche Suche beginnt.

Meine Meinung:
Dieser Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite so begeistert, dass ich mich wahrscheinlich noch Jahre später an jedes Detail erinnern werde und in nächster Zeit bestimmt jedem dieses Buch empfehlen werde.
Die beiden Jugendlichen werden von den Soldaten der russischen Armee gefangen genommen, der eine wegen Fahnenflucht, der andere wegen Diebstahl. Sie denken, dass sie nur noch wenige Stunden zu leben haben, doch dann macht ihnen der Oberst ein Angebot, dass ihr Leben retten kann. Doch 12 Eier in einer Stadt, in der alle hungern, zu finden, ist ein sehr schwieriges Unterfangen.
Obwohl die Situation an sehr sehr bedrückend sein sollte, schafft es der Autor, durch gezielt eingesetzten Humor und die unglaublich sympathischen Charaktere, die Atmosphäre immer wieder aufzulockern, ohne es ungewollt zu einer Komödie zu machen.
Leningrad selbst ist wirklich sehr detailliert beschrieben, so dass man sich selbst schnell in die Zeit hinein versetzten kann. Man lernt nebenbei eine Menge über die russische Kultur und wie der Kriegs aus der Russlands verlaufen ist. Wenn man dieses Buch gelesen hat, dann ist man um einiges schlauer als zuvor.
Man lernt die verschiedenen Gesellschaftsschichten kennen und was sie im Krieg zu geben bereit waren, um am Leben zu bleiben. Einige Szenen sind wirklich so ergreifend beschrieben, dass mir die Tränen kamen.
Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und besonders gut haben mir die Dialoge gefallen. Ab und an ist die Sprache etwas derb, doch es sind nunmal zwei russische Jungen im Krieg und keine kleinen Mädchen auf einem Spaziergang. Ich finde, dass macht das ganze noch viel authentischer.
Es ist sehr spannend, die beiden auf ihrer Suche zu begleiten und man lernt die beiden mit der Zeit auch immer besser kennen und erfährt mehr über ihr früheres Leben.
Das Ende kommt sehr schnell und schockiert, passt aber wunderbar in das gesamte Geschehen hinein. Und mit den letzten Sätzen ist man doch wieder mit der Geschichte so versöhnt, dass man im groben Sinn vielleicht von einem halben Happy Ende sprechen könnte.
Krieg, Freundschaft, Liebe und natürlich eine Menge Trauer und Verlust - dieser Roman ist einfach gigantisch.

Fazit: Ein Buch, dass man gelesen haben sollte und dann guten Gewissens als beeindruckend bezeichnen kann.

Montag, 24. September 2012

[Neuzugang] Flammen über Arcadion von Bernd Perplies

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionexemplar. Ich bin schon sehr gespannt aufs Lesen, da der Buchrückentext sehr vielersprechend klingt und ich schon eine ganze Weile keine Dystopie mehr gelesen habe.

Zum Buch:
Nach dem Großen Krieg sind weite Teile der Welt verwüstet. Angst und Aberglaube beherrschen die Menschen. Die sechzehnjährige Carya lebt mit ihren Eltern in Arcadion. Eines Tages muss sie mit ansehen, wie ein junger Mann von den Schwarzen Templern festgenommen wird. Er soll von der Inquisition gefoltert werden. Voller Wut schießt Carya auf zwei der Inquisitoren und ist fortan auf der Flucht. Ihre einzige Hoffnung ist der junge Templersoldat Jonah, der sein Leben aufs Spiel setzt, um Carya zu retten.

Montag, 17. September 2012

[Ich lese grade] Das Buch ohne Namen von Anonymous

Nach langer Zeit war ich mal wieder auf einem Trödelmarkt und ich muss sagen, dass man dort manchmal wirkliche Schätzen finden kann.
Diesesmal war es ein Buch, dass mich schon lange interessiert hat, doch den Titel fand ich so unangenehm auf die Medien getrimmt, dass ich es nie gekauft habe. Aber für 1 Euro konnte ich nun doch nicht nein sagen.

Zum Buch:
Ein Buch ohne Titel und ohne Autor tötet jeden, der es liest. Ein geheimnisvoller blauer Stein ist plötzlich verschwunden - und alle suchen ihn. In Santa Mondega bricht die Hölle los - im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Sonnenfinsternis wird Santa Mondega bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird es blutig werden. Blutiger als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: The Bourbon Kid.


Seiten bisher: 50 von 448

Erster Eindruck:
Bisher gefällt mir das Buch wirklich gut. Der Schreibstil ist sehr packend und mitreißend und aufgrund des sehr provozierenden Vorworts ist man auf jeder Seite vom Neuen gespannt, was passieren wird. Noch hat das Buch seinen Platz als Bestseller wirklich verdient.

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