Montag, 18. April 2011

[ Rezension] Ich hätte es vorgezogen zu leben von Thierry Cohen

Genre: Familie, Schicksal
Verlag: btb
Seiten: 223
Preis: 9,95 €















Zum Buch: 
Jeremy ist unglücklich verliebt, als er an seinem 20. Geburtstag beschließt zu sterben. Er erwacht jedoch nach seinem Selbstmordversuch wieder in den Armen seiner großen Liebe, die ihn zum 21. Geburtstag gratuliert. Ein Jahr vollkommen ohne Erinnerungen ist an ihm vorbeigegangen. Als er am nächsten Tag wieder erwacht, sind erneut zwei Jahre vergangen und die Abstände werden immer größer.

Erster Satz:
Die Tabletten, der Whisky, das Gras.

Meine Meinung:
Man wird von Beginn an sofort in die Handlung geworfen, ohne große Einleitung oder Erklärung. Und genau diese Tatsache zieht sich durch den gesamten Roman. Immer mitten in der Handlung, kaum Zeit auszuruhen, dass ist das, was das Buch ausmacht. Obwohl man immer wieder in neue Situationen mit anfangs unklaren Umständen geworfen wird, fühlt man sich durch die ungewöhnlich großen Erklärungsbedürfnisse der Nebenpersonen schnell wieder ein. Nach einigen Zeitsprüngen ist schon irgendwie klar, worauf das Ganze hinaus laufen wird, die Handlung bleibt aber trotzdem spannend und man ist neugierig, was in der Zeit zwischen seinen Geburtstagen passiert ist. Die Person Jeremy an sich ist ein wenig verwirrend, besonders zu beginn, wo er seinen Selbstmord verübt. Aber mit der Zeit wächst er über seine vorher einseitigen Charakterzüge hinaus und wird zu einer authentischen Person.
Trotz der Spannung und der Neugier, die die Handlung in einem weckt, störten mich immer wieder der Zufall, dass genau an Jeremys Geburtstag jemand mit ihm über die vergangenen Jahre sprechen will. Natürlich musste der Autor dafür sorgen, dass man die nicht beschriebene Zeit irgendwie mitbekommt, aber ein wenig unauffälliger wäre schon schöner gewesen.

Fazit: An sich aber eine gute Idee, die bei der Umsetzung aber ein wenig mehr Gefühl vertragen hätte.

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