Freitag, 16. August 2013

[Rezension] Asche und Phönix von Kai Meyer

Genre: Liebe, Fantasy
Verlag: Carlsen
Seiten:  464

















Zum Buch:
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt


Meine Meinung:
Ein neues Buch von Kai Meyer – das ist es, was mein Herz höher schlagen lässt. Obwohl ich mich noch mehr auf einen weiteren Teil von Arkadien gefreut hätte. Aber man kann ja nicht alles haben.
Die Hauptpersonen sind der Filmstar Parker und Ash, die in einen Hotelzimmer versucht etwas zu stehlen. Sie beschließen zusammen unterzutauchen. Auf ihrer gemeinsamen Reise stoßen sie auf das Geheimnis von Parkers Erfolg und bringen sich in eine tödliche Lage.
Von Beginn an mochte ich sowohl Ash als auch Parker. Sie sind beide sehr interessante und spannende Charaktere. Dass sie sehr gegensätzlich sind und vollkommen unterschiedliche Lebenssituationen haben, bringt immer wieder neue Spannung in ihre Beziehung. Sie haben beide ihre Probleme, merken aber schnell, dass sich diese gemeinsam besser bewältigen lassen.
Man begleitet sich auf ihrer Reise quer durch das Land um eine Lösung zu finden, den teuflischen Pakt zu lösen.
Das "Böse" ist in diesem Buch sehr gut dargestellt und ich glaube, nach diesem Buch hat jeder eine lebhafte Vorstellung davon, wie so jemand wirklich auszusehen hat.
Der Roman hat das typisch fantasievolle Element, was in keinem Kai Meyer Buch fehlen darf, obwohl man in diesem Buch sehr schnell auf diese Magie gestoßen wird. Die Idee mit dem Pakt ist wirklich spannend und erinnert ein wenig an Goethes Faust, nur eben in einer modernen Hülle. Es gefällt mir sehr gut, wie diese eigentlich alte Idee umgesetzt wurde.
Es gibt allerdings auch ein paar Dinge, die mich doch gestört haben. Zum einen gibt Es einfach zu wenig wichtige Charaktere. Das liegt nicht daran, dass nicht genügend Personen vorhanden sind. Sie sterben einfach, bevor man sie besser kennenlernen kann. Da sind wir auch schon beim zweiten Punkt. Manche Szenen sind einfach zu brutal. Ich persönlich kann so etwas gut überlesen, doch für ein Jugendbuch, was es eigentlich sein soll, waren die Beschreibungen einfach zu detailliert.
Zusammenfassend kann man sagen, dass man an einigen Stellen leider merkt, dass es sich "nur" um einen Einzelband handelt und Kai Meyer eher der Typ für mehrere Bände ist. Teilweise kommen Charaktere einfach zu kurz und es kommt eine leicht gehetzte Atmosphäre auf. Ich finde, die Handlung hätte auch gut für mehrere Teile gereicht. Alles in allem ist es aber wieder ein wirklich toller Roman mit dem altbekannten Suchtfaktor geworden.

Fazit: Toller Roman mit altbekannter Qualität, der aber besser ein Mehrteiler geworden wäre.


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