Freitag, 10. Dezember 2010

[Rezension] Bis(s) einer weint von Frau Meier

Da ich gestern und heute ein wenig Zeit hatte zu lesen, war Bis(s) einer weint mit grad mal 200 Seiten leicht zu schaffen.


Genre: Parodie
Verlag: Heyne
Seiten:206
Preis: 8,95 €














 
Zum Buch: 
Belle will unbedingt einen Vampir als Freund und als sie Edwarz Mullen trifft, glaubt sie, endlich einen gefunden zu haben. Das der ängstliche Junge jedoch keine Vampir ist, versteht Belle geschickt zu verdrängen. Als dann ein echter Vampire mit Belle zusammen sein will, fangen die Probleme an.
 
Erster Satz:
Die heiße Phoenix- Sonne schien grell auf meinen nackten blassen Arm, den ich schamlos aus dem Fenster baumeln ließ.

Meine Meinung: 
Nagut- Parodie ist nunmal Parodie und das es ein wenig albern sein muss, ist glaube ich allen klar. Aber so ganz kann ich mich für dieses Genre nicht begeistern. 
Belle, ist selbstverliebt und hat merkwürdige Angewohnheiten, wie auf dem Armaturenbrett im Auto zu sitzen. Edwarz hingegen ist ein Einzelgänger, die fasziniert ist von Computern und nebenbei noch von Angstattacken heimgesucht wird. Ob das jetzt eine wirklich gelungene Gegendarstellung zu den eigentlich gemeinten Personen ist, ist ja Ansichtssache, aber ein wenig glaubwürdiger hätte ich mir das Ganze schon gewünscht. Gut finde ich allerdings, wie auf Belles Tollpatschigkeit eingegangen wird. Hier mal ein Zitat:
Dabei stolperte ich über ein Kleinkind und segelte in einen Ständer mit Schlüsselanhängern. [...] fiel die Rolltreppen hinab, wobei ich ich Purzelbäume über die achtlos auf der linken Seite abgestellten Koffer schlug.
Finde ich eigentlich ganz lustig, was aber auch daran liegen kann, dass Bellas Tollpatschigkeit mich auch immer gestört hat. An sich sind die Charaktere, wie auch anders in einer Parodie zu erwarten, voller Klischees und bleiben in ihrer Entwicklung vollkommen oberflächlich. Die Handlung des Romans hält ich natürlich zum großen Teil an das Vorbild, jedoch ohne die Jagd mit James, die durch eine Friedhofsszene ersetzt wurde.  Nun zum eigentlich Wichtigsten an einer Parodie - der Humor. Naja, also lustig sind einige Stellen schon, vor allem zu Beginn. Natürlich auf eine oberflächliche und ein wenig naive Weise, aber ich konnte bei einigen Stellen wirklich lächeln. Aber schon nach den ersten Kapiteln verliert das Buch gewaltig an Witz und auch an Originalität. Tatsachen werden so weit verdreht, um sie endlich lustig wirken zu lassen, dass einem fast schwindlig wird. Auch das Ende ist eher schlecht als recht gelungen. Es wirkt ein wenig wie "Am Anfang noch Lust gehabt und dann schnell fertig geschrieben".

Fazit: Zweifellos eine gute Idee um schnell viel Geld mit dem Twilighthype zu verdienen, aber nicht wirklich ein neuer Stern am Parodienhimmel.

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