Freitag, 1. März 2013

[Rezension] Muh! von David Safir

Genre: Freundschaft, Freiheit
Verlag: Kindler
Seiten: 336

















Zum Buch:
Als Lolle ihren geliebten Stier Champion mit einer anderen erwischt, bricht für sie eine Welt zusammen. Als dann auch noch der Bauer beschließt, alle Kühe zu schlachten, muss sie vom Hof fliehen. Mit dabei sind ein italienischer Kater, ihre beiden Freundinnen und leider auch die Neue von Champion.

Meine Meinung:
Ich mag Geschichten, in denen man einfach mal die Welt aus der Sicht von Tieren sehen kann. Dieses Buch war für mich deshalb einfach ein Muss.
Lolle ist von Anfang an eine wirklich nette Kuh und man mag sie auf Anhieb. Als sie dann Champion beim Fremdgehen erwischt, mag man sie gleich noch mehr. Ihre beiden besten Freundinnen stehen ihr helfend zur Seite.
Das wirkliche Highlight dieses Buches sind aber nicht die vielen verschiedene Kühe, die wirklich jede für sich ein echtes Unikat ist, sondern der italienische Kater. Er ist einfach weltgewandt, schlau und clever und steht Lolle in ihrer Unwissenheit helfend zur Seite.
Er ist es auch, der Lolle erklärt, dass Kühe gegessen werden und ihr und den anderen bei der Flucht hilft.
Ab da nimmt das Buch leider einfach an Glaubwürdigkeit ab. Die Idee, nach Indien zu reisen, da Kühe dort verehrt werden ist wirklich süß, aber der Weg dahin ist einfach zu sehr auf Zufälle und glückliche Wendungen gebaut, so dass man mit der Zeit schon ein wenig genervt ist.
Wirklich süß sind die ganzen nachdenklichen Szenen, in denen Lolle über ihr Leben philosophiert. Sie denkt sowohl über Dinge aus dem Kuhalltag, aber auch über große Themen wie Freiheit und Glück nach. In diesen Teilen fühlt man sich wirklich richtig in die Gefühlswelt einer Kuh versetzt.
Der Kater Giacomo ist in Notsituationen immer an Lolles Seite und bringt immer wieder tolle Sprüche mit ins Gespräch hinein.
Man kann sagen, dass dieses Buch einen netten Einblick in das Leben einer abenteuerlustigen Kuh bietet, aber an manchen Stellen einfach zu unrealistisch und zu wenig kuhmäßig wirkt.

Fazit: Süßes Buch, aus dem aber noch mehr hätte werden können.

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