Sonntag, 2. Januar 2011

[Rezension] Wenn du stirbst...von Lauren Oliver

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an den Carlsenverlag für dieses Rezensionsexemplar.


Genre: Liebe,Tod
Verlag: Carlsen
Seiten:447
Preis: 19,90 €
















Zum Buch: 
Sam hat alles was sie will. Sie hat drei tolle Freundinnen, ist total beliebt und will an diesem speziellen Abend zum ersten Mal mit ihrem Freund schlafen. Doch bei einem Autounfall stirbt sie. Als sie am nächsten Morgen erwacht, glaubt sie an einen schlimmen Albtraum, doch dann erkennt sie, dass sie den gleichen Tag nochmal durchlebt. Und sie fasst den Entschluss, diesmal alles anderes zu machen. Und das ganze sieben Mal.

Erster Satz:
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, aber bei mir war es nicht so.

Meine Meinung: 
Ich konnte kaum noch aufhören zu lesen,um das gleich mal vorne weg gesagt. Obwohl der Anfang aufgrund der Inhaltsangabe irgendwie klar war - Sam stirbt fast zu Beginn des Buches. Doch obwohl man weiß, dass sie gleich stirbst, ist es trotzdem spannend, da es trotz dessen einfach vielseitig beschrieben ist. Ich persönlich war sowieso gespannnt, wie man sieben gleiche Tage beschreiben soll, ohne sie langweilig werden zu lassen. Die vielen Charaktere lernt man nach und nach kennen und obwohl ich es oft schwierig finde, viele Freundinnen in Büchern auseinander zu halten, war dies ihr wirklich gut beschrieben und ich konnte sofort zu jeder eine Beziehung aufbauen. Auch die vielen Nebencharaktere, die an manchen Tage mehr und an manchen Tagen wenig in Erscheinung treten, bleiben nicht als gesichtslose Figuren zurück, sondern man hat das Gefühl, ihnen sofort in die Seele schauen zu können.
Was mich wirklich beeindruckt hat, war die Wandlung, die Sam während der sieben Tage macht. An jedem der Tage, die an sich gleich sind, lernt man neue Charakterzüge an ihr kennen und man erlebt mit, wie sich ihre Einstellung zum Leben ändert. Dadurch, dass sie jeden Tag etwas ein wenig (oder auch mal radikal) ändert, passieren unterschiedliche Dinge und manche auch nicht. Dadurch kann man hinter die Fassade der so perfekten High Schoolwelt blicken, was manchmal erstaunt, manchmal aber auch schockiert. Besonders spannend fand ich, wie kleine Entscheidungen ein ganzes Leben beeinflussen können. Wirklich toll an den ganzen Wiederholungen ist vor allem, dass die Autorin es schafft, keinen Tag langweilig werden zu lassen, da sie jeden Tag auf seine Weise irgendwie anders beschreibt und auf andere Dinge genauer eingeht.
Obwohl der Schreibstil nicht außergewöhnlich ist, ist er doch locker und leicht zu lesen und macht die zeitweise auch schwierigen logischen Verwicklungen leicht begreifbar.
Es werden zwar nochmale Teenagerprobleme wie Liebe, Freundinnen und Partys behandelt, doch dies alles wirkt nicht aufgesetzt oder zu kindlich, sondern wird durch spezielle Einzelheiten auch für mich spannend.
Es gibt romantische Szenen, jedoch auch spannende und entsetzende Teile, so das sich alles sie Waage hält und die Thematik nicht zu einseitig wird. Es ist ein Buch, das eindrucksvoll zeigt, was passieren kann, wenn sich Kleinigkeiten verändern.
Allerdings ist es ziemlich traurig zu sehen, wie Sam jedes Mal den Tag von vorn beginnen muss, obwohl sie sich so sehr bemüht, das Richtige zu tun. Zeitweise ist das etwas deprimierend, da man weiß, dass sie sich noch an die Ereignisse des Tages erinnern kann, die anderen  Personen sie jedoch nie erlebt haben. Für mich handelt es sich hierbei um ein Buch, dass lange in Erinnerung bleibt und man wünscht sich, Sam würde noch ein paar Mal den Tag wiederholen müssen.

Fazit: Eine tolle Idee und eine gute Umsetzung- ein Buch das bis zur letzten Seite spannend bleibt.

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