Freitag, 13. April 2012

[Rezension] Das Syndikat von Fran Frey

Genre: Thriller
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 477
Hier kann man es bestellen.

Vielen Dank an die Seite Blogg dein Buch und den Verlag Bastei Lübbe für dieses Rezensionexemplar.













Zum Buch:
San Diego: Ein friedfertiger Familienhund wird plötzlich zur reißenden Bestie.
Brüssel: In einem Restaurant detoniert eine Bombe. Unter den Toten ist ein Journalist, der zuletzt für die Enthüllungsplattform LANZELOT gearbeitet hat.
Afghanistan: Eine Söldnergruppe hat ein schreckliches Massaker verübt. Wenige Monate später ist nur noch ein Soldat am Leben.
Die junge Journalistin Karen Burnett glaubt nicht an Zufall. Ihre Zweifel bringen sie auf die Spur einer rätselhaften Verschwörung und sie selbst schon bald in höchste Gefahr ...

Erster Satz:
Als Ann McLaughlin mit dem Saft für die Kinder und dem Tee für sich und ihre Freundin Virginia in den Garten ging und hinauf in den Himmel sah spürte sie ein unangenehmes Schaudern.

Meine Meinung:
Thriller sind eigentlich nicht ganz so mein Genre, doch da ich von diesem Buch wirklich nur Gutes gehört habe und es mehr sehr empfohlen wurde, habe ich dann doch begonnen, es zu lesen.
Doch ich musste feststellen, dass man nicht immer auf Empfehlungen hören sollte.
Das Buch beginnt spannend und mitreißend mit einem Familienhund, der plötzlich ein Baby anfällt.
Alles ist sehr emotional und voller Spannung und man ist total schockiert und gespannt, wie es weiter geht, doch wenige Seiten später lernt man die eigentliche Hauptperson des Romans kennen, die Journalistin Karen, und für mich war dieses Buch dann schon so gut wie vorbei. Eine solch unsympathische Hauptfigur habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Von Depressionen und Minderwertigkeitskomplexen geplagt, gibt es ständig Anspielungen auf ihre schlimme Vergangenheit, die aber nie wirklich erklärt wird. Man könnte fast meinen, die Autorin will sich die Möglichkeit offen halten, eine Vorgeschichte schreiben zu können. Ich selbst habe mich jedoch ziemlich verloren gefühlt und wurde überhaupt nicht warm mit der Protagonistin.
Als dann endlich eine sympathische Figur erschien, war diese aber leider auch schnell wieder verschwunden. In diesem Roman sollte man sich nicht zu sehr sehr mit den Charakeren anfreunden, da sie meist relativ schnell sterben.
Die verschiedenen Handlungsstänge, die zu Beginn auftauchen, führen zwar später zusammen, doch es bleiben zum Ende hin so viele Fragen offen, dass man glauben könnte, das einige Abschnitte einfach unabhängig von der Resthandlung spielen.
Auch der Schreibstil konnte den Roman für mich nicht mehr retten. Für mich war das gesamte Buch ziemlich kalt und distanziert geschrieben, was meinen eigentlichen Eindruck vom Buches noch verstärkte.

Fazit: Ein mäßig gelungener Thriller, mit eine unglaublich unsympathischen Hauptfigur.

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