Dienstag, 15. Mai 2012

[Rezension] Tod oder Liebe von Manuela Salvi

Genre: Liebe, Mafia
Verlag: FJB
Seiten: 335

Vielen Dank an den Fischer - Verlag für dieses Rezensionexemplar.
















Zum Buch:
Bianca zieht mit ihrem Vater, einem Richter, der gegen Mafiaclans ermittelt, nach Rom und fühlt sich von dem verschlossenen Manuel sofort vor den Kopf gestoßen. Doch mit der Zeit erkennt sie, dass er sie mit seiner Haltung nur schützen will - doch das er zum Mafiaclan gehört, macht ihre Liebe unmöglich...oder?

Erster Satz:
Lieber Daniele, wenn du noch bei mir wärst, würdest du mir raten, nicht fortzugehen.

Meine Meinung:
Ich mag Italien sehr gern und ich habe schon lange mal wieder auf einen guten Roman gehofft, der Mafia und Liebe vereint und da tauchte "Tod oder Liebe" auf.
Auch wenn bei dieser Art von Roman natürlich sehr die Gefahr besteht, zu sehr in den Romeo-und-Julia-Kitsch zu verfallen, finde ich, dass dies in diesem Buch sehr gut gelöst würde.
Was mir sofort aufgefallen ist, dass die Autorin es trotz ihres einfachen und gradlinigen Schreibstils schafft, dem Roman eine kräftige Portion von italienischem Lebensgefühl mitzugeben. Man glaubt fast, die trockene Hitze zu spüren, die beschrieben wird, so realistisch schildert sie es.
Die Hauptcharaktere Bianca und Manuel sind zwar sympathisch und passend sehr gut in diese Geschichte, doch sie sind nicht so einprägsam, dass man sich später noch an sie als eigenständige Personen erinnern würde. Woran man sich aber sehr gut erinnert, ist ihre Liebe und die Hürden, die sie zu überwinden haben.
Die Szenen, in denen beide sich nahkommen oder auch nur reden haben mir sehr gut gefallen, da sie einfach sehr realistisch sind. Genau solche Dialoge hätte es auch im wahren Leben geben können und ich finde, auch dadurch zeigt sich das Können der Autorin - fiktive Charaktere und Dialoge wie Echte wirken zu lassen, ohne sie zu übertrieben oder künstlich zu machen.
Was mich ein wenig störte, war die Geschwindigkeit der Handlung. Man fühlte sich zwar während des Lesens nicht gehetzt, doch war die Schnelligkeit, in der sich Bianca und Manuel entwickeln und in einander verlieben bemerkenswert. Kaum ein paar Seiten gelesen und Schwupps - sie sind verliebt. Allerdings geht mir das bei vielen Romanen so, dass mir die Entwicklung einfach sehr schnell vorkommt. Und mal ehrlich - wer will hundertmal lesen, wie sich sich über Nichtigkeiten unterhalten. Mir persönlich ist das Schnelle lieber, als wenn Langeweile aufkommt.
Der Mafiaaspekt in der Handlung war nicht zu übertrieben, aber doch so präsent, dass man sich die Gefahr, die von dem Clan und ihren Machenschaft ausgeht, vorstellen konnte.
Sehr schön waren die Briefe, die nach jedem Kapitel von Bianca an ihren Bruder geschrieben wurde. Sehr gefühlvoll und aussagekräftig haben sie manche Gefühle von Bianca noch besser aus der Geschichte hervor gehoben.
Insgesamt ist es ein schöner Roman, der Liebe und Mafia gekonnt verbindet, bei dem die Charaktere allerdings ein wenig auf der Strecke bleiben.

Fazit: Mafia / Liebesgesicht, die einen trotz kleiner Schwächen wirklich begeistert.

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