Samstag, 5. Mai 2012

[Rezension] Zeitenzauber von Eva Völler

Genre: Liebe, Historisch
Verlag: Baumhaus
Seiten: 332


















Zum Buch:
Anna verbringt ihre Ferien mit ihren Eltern in Venedig, doch als sie in einen Kanal fällt und von einer roten Gondel gerettet wird, findet sich sich plötzlich im Venedig des 15. Jahrhunderts wieder. Anna hat nur ein Ziel - wieder zurück in ihre Zeit zu kommen, doch auch mit der Hilfe des gutaussehenden Sebastiano gestaltet sich dies schwieriger als gedacht.

Erster Satz:
Wir aßen wie üblich im Restaurant neben dem Hotel zu Abend.

Meine Meinung:
Ich mag Italien sehr gern und auch Zeitreisebücher gehören zu meinen Lieblingen,  so das dieses Buch für mich einfach ein Muss war.
Auf den ersten Seiten lernt man kurz die Hauptperson Anna kennen, die sehr authentisch und sympathisch ist. Schon nach wenigen Seiten kommt es zum Zeitwechsel und ab da hat dieser Roman einfach eine magische Atmosphäre. Die Beschreibung von Venedig im 15. Jahrhundert gepaart mit ein paar Fakten aus dieser Zeit, versetzten einen sofort in diese Zeit zurück, ohne zu sehr nach Lehrbuch zu klingen.
Die Charaktere sind alle sehr passend und vielseitig, so dass keine Langeweile aufkommt und nicht zu vorhersehbar ist. Der Hauptcharakter Anna ist ab und an ein wenig naiv, insgesamt jedoch zwar mutig, aber nicht zu überemanzipiert, wie man es in anderen historischen Romanen oft erleben muss.
Was mich ein wenig an diesem Buch gewundert hat, war die häufige Erwähnung von Toiletten aller Art. Oft ist es ja in Filmen und Büchern so das man sich fragt - Müssen die eigentlich nie? Diese Frage kommt in diesem Buch nicht auf, da ständig jemand nach dem Abtritt oder nach einem Nachtopf fragt - sehr realistisch, aber auch ungewöhnlich für ein Buch.
Was die Autorin sehr gut gelöst hat, ist die Frage nach der Sprache bzw. nach modernen Wörtern. Mich stört es oft, dass in Zeitreiseromanen wild mit Wörtern wie iPad oder Internet um sich geworfen wird. Das gibt es in diesem Buch nicht, da die Sprache automatisch angepasst wird, was zum einen lustig ist, da manchmal ein ganz anderer Sinn zu Stande kommt, zum anderen aber auch die historische Stimmung einfach nicht zerstört.
Die Idee mit den  Zeitreise per Gondel und anderem hat mir sehr gut gefallen. Alles ist sehr logisch und nachvollziehbar, ohne das eine magische Note fehlt. Für mich das dieses Buch alles, was es braucht um seine Leser zu begeistern und das Einzige, was mich störte, war, das es so schnell zu Ende war. Aber da das Ende zwar abgeschlossen ist, aber Möglichkeiten zum Weiterschreiben lässt, kann man vielleicht auf einen zweiten Teil hoffen.

Fazit: Wunderbarer Zeitreiseroman, von dem man einfach verzaubert wird.

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