Samstag, 4. September 2010

[31 Tage - 31 Bücher] 11. Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Die Aufgabe finde ich ziemlich merkwürdig - erstens, kann man ein Buch hassen? Und wenn ja, warum sollte man es vorher geliebt haben? Da ich so ein Buch nicht wirkliche kenne, werde ich eins vorstellen, dass ich beim Lesen sehr beeindruckend fand, mir jedoch im nachhinnein oberflächlich und unrealistisch erschien.

Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon .

An sich eine wirklich spannende Idee und auch teilweise wirklich gut umgesetzt. Der Schreibstil ich wirklich fesselnd undich habe es kaum geschafft, das Buch aus der Hand zu legen. Wie gesagt, ich war während des Lesens wirklich begeistert und fand das Buch ausgesprochen gut.
Dann jedoch, als ich fertig war und über die gesamte Handlung nachdachte, war mein Urteil nicht mehr so positiv. Man erwartet 13 unglaubliche Gründe, warum sie sich umgebracht hat, doch das war da kommt reicht grade mal für eine winzige Depression und auf gar keinen Fall als Grund für einen Selbstmord.
Hannah wird als intelligent und selbstbewusst dargestellt und die fadenscheinigen Gründe, die da aufgeführt werden, hätte sie normaler Weise nicht so aus der Bahn geworfen. Ein oder zwei Gründe geben einen Anstoß zum nachdenken aber auf keinen Fall zum Selbstmord.

An sich ein wirklich gutes Buch, gut ausgearbeitete Charaktere, toller Schreibstil, gute Atmosphäre. Aber die Pfeiler, auf denen die Handlung gestützt wird, sind einfach bei den Haaren herbeigezogen und verderben  nach dem Lesen das gute Gefühl, das man beim Lesen hatte.

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