Freitag, 3. Februar 2012

[Rezension] Sommerhaus mit Swimmingpool von Herman Koch

Danke an die Seite Blogg dein Buch für dieses Exemplar.
Genre: Thriller, Familiengeschichte
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Seiten: 400
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Zum Buch:
Marc ist Hausarzt und wird beschuldigt, seinen Patienten Ralph getötet zu haben. Doch würde er wirklich den Mann töten wollen, mit dem er die letzten Ferien verbracht hat? Was ist im Sommerhaus passiert?

Erste Sätze:
Ich bin Hausarzt.Von morgens halb neun bis mittags um eins halte ich Sprechstunde. Ich nehme mir Zeit. Für jeden Patienten zwanzig Minuten.

Meine Meinung:
Auf den ersten Seiten wird der normale relativ eklige Alltag eines Hausarztes geschildert, was mich erstmal ein wenig schockiert hat. Alles wird mit einer solchen Gleichgültigkeit beschrieben, dass man hofft, das nicht wirkliche alle Ärzte so denken. Dann geht es jedoch relativ schnell mit der eigentlichen Handlung los und Marc wird als Mörder beschuldigt und erinnert sich daraufhin an den Sommer im Haus mit Swimmingpool. Erstaunlich an diesem Buch ist, dass es obwohl man schon auf den ersten Seiten erfährt, das Marc Ralph wirklich umgebracht hat, es bis zur letzten Seite spannend ist. Man erfährt, was in den Ferien passiert ist, wie Marc ihn umgebracht hat und am Ende dann nachmal ein großartiger Wendepunkt der alles andere zuvor in Zweifel zieht. Auch die Charakter sind wirklich gut durchdacht, Manchmal kommt es einem so vor, als würden sie wirklich existieren und der Autor hat nur seine eigene Geschichte aufgeschrieben, so detailliert und authentisch wirken sie. Wenn es nur nach diesen Punkten gehen würde, wäre es ein perfekter Roman.
Allerdings gibt es einen Punkt, der mich immer wieder gestört hat. Ständig, auch in einem Gespräch, schweifen die Gedanken der Hauptperson ab und man muss sich Seitenlang durch seine Gedanken kämpfen, bis man wieder zurück zum Eigentlichen kommt. Auf die Dauer gewöhnt man sich daran, aber ein wenig nervig war es schon.
Der Schreibstil, der zu Beginn eher kalt und gefühllos ist, wird mit dem Verlauf der Geschichte weicher und angenehmer zu lesen. Insgesamt also ein wirklich tolles Buch, mit einer kleinen Schwäche, die man aber gern übersieht.

Fazit:  Ein toller Thriller, verpackt in einer spannenden Familiengeschichte - wirklich empfehlenswert.

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