Freitag, 6. August 2010

[Rezension] Die Ballade vom traurigen Café - Carson McCullers



Genre: Einsamkeit, Liebe(?)
Verlag: Diogenes Verlag
ISBN: 978-3257201420
Taschenbuch: 115 Seiten
Preis: 7,90 €



Eine Freundin hat mir das Buch geliehen und meinte zu mir, ich soll es mal lesen. Grund war, dass sie das Buch merkwürdig fand und sie wissen wollte, ob es an ihr liegen würde bzw. an ihrer unterbrochenen Leseweise.

Zum Buch:
Miss Amelia Evans wird von einem buckligen Zwerg aufgesucht, der behauptet, mit ihr verwandt zu sein. Sie lässt ihn bei sich wohnen und durch das große Interesse der Nachbarn an ihm gründet sie in ihrem Haus ein Café. Dann jedoch kommt ihr Exmann, mit dem sie zehn Tage verheiratet war, zurück in die Stadt und eine Art Dreieckgeschichte entsteht.

Erster Satz:
 Die Stadt ist trostlos; da ist nicht viel außer der Baumwollspinnerrei, den zweiräumigen Hütten für die Arbeiter, ein paar Pfirsichbäumen, einer Kirche mit zwei bunten Glasfenstern und einer schäbigen Hauptstraße von knapp hundert Metern Länge.

Meine Meinung:
Bücher, die von Menschen, die glauben, etwas über Literatur zu sagen zu haben, gelobt werden, sind meist schlecht bis grausam geschrieben. Bei diesem Buch trifft das mal wieder zu.
Der Stil ist merkwürdig, die Personen unrealistisch und ihre Art ist nicht nachvollziehbar. Die Hauptpersonen, die burschikose Miss Amelia sowie der Bucklige Lymon, sind werden sympathisch noch unsympathisch. Für mich waren sie einfach unreal und mir war ihr Schicksal von Anfang bis Ende total egal.
Auch die von allen Seiten gelobte Darstellung der Dreiecksbeziehung kann ich nicht nachvollziehen. Da weder wirkliche Gefühle noch irgendetwas anderes vermittelt wird, ist auch diese Beziehung gefühllos an mir vorbei gestolpert. Das einzig positive ist, dass das Buch nur etwas über hundert Seiten hat und man sich nicht lange quälen muss.

Fazit: Nicht zu empfehlen. Das schlimmste, was ich in letzter Zeit gelesen habe.

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